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Allgemein Reisen

Deutsche in Italien – 8 typische Fettnäpfchen

Montag, Juli 14th, 2014

deutsche in italien(Foto: Matthias Rosenkranz)

Bella Italia steht hoch im Kurs: Die sprichwörtliche deutsche Italiensehnsucht gedieh seit den 1950ern zu voller Blüte. Jahr für Jahr zieht es mehrere Millionen Bundesbürger zum (Kurz-)Urlaub an die Traumstrände und in die Bilderbuchstädte wie Rom oder Florenz. Das Bild vom “hässlichen Germanen” verblasste mit der Zeit, manches ungeschickte oder ignorante Verhalten gilt im Land der Monna Lisa aber nach wie vor als typisch deutsche “Allüre”.

Bussi, Bussi?

Die wenigsten Italiener haben Probleme mit Körperkontakt – vorausgesetzt, man kennt sich. Den anderen bei der ersten Begegnung zu herzen oder ihm gar rechts und links einen dicken Schmatzer zu verpassen, ist ein absolutes No-Go. Wie bei uns tut es bei der Begrüßung zunächst ein einfacher Handschlag. Wangenküsschen folgen (vielleicht) später!

“Ciao Ragazza” vs. “Buona Sera Signorina”

Dass Italiener oft warmherzig bis überschwänglich auftreten, bedeutet nicht, dass sie keinen Wert auf gute Manieren legen. “Ciao” entspricht je nach Situation dem in Deutschland verbreiteten “Hi” oder “Tschüs”. Wer sich unter Fremden so einführt, demonstriert unangemessene Vertraulichkeit. Die korrekte Begrüßung lautet “Buongiorno” oder, ab dem späteren Nachmittag, “buonasera”. Zum Abschied heißt es “arrivederci!” Klingt ja auch wesentlich romantischer.

Den Lebensrhythmus ignorieren

Ein frühes Mittagessen mit anschließender Stadtbesichtigung kann die schönsten Florenzvisite in eine schweißtreibende Tortur verwandeln. Viele Sehenswürdigkeiten sind ab 13 Uhr für drei oder noch mehr Stunden geschlossen – in der Zeit größten Mittagshitze isst der kluge Mensch und hält anschließend ausgiebig “pisolino” (Mittagsschläfchen). Danach kann es gestärkt und erfrischt zur Erkundung des Palazzo Vecchio oder der Uffizien gehen. Abendessen gibt’s üblicherweise ab 20:30.

deutsche in Italien(Foto: MCAD Library)

Zu wenig Nudeln?

Bucatini all’amatriciana, Gnocchi al gorgonzola oder Tagliatelle alla panna – wer in einer Trattoria in Santa Maria Novella deutsche Maßstäbe anlegt, wird betreten bis empört auf die hübsch angerichtete kleine Portion blicken, die den Antipasti folgt. Der Nudelgang in einem italienischen Menü geht als “primo piatto” der Hauptspeise voraus und ist entsprechend klein. Sättigung bringen “secondo piatto” und Nachtisch.

Der Cappuccino danach

Wenn wir schon beim Essen sind: Nach einer ausgiebigen Mahlzeit in einer Osteria an der Piazza della Repubblica eine mit Milch komponierte Kaffeespezialität zu bestellen, demonstriert kulinarisch Ahnungslosigkeit in Reinkultur. Den korrekten Café als Abschluss einer Mahlzeit bildet der Espresso, den – allerhöchstens – als “macchiato”, eine feine Krone aus Milchschaum ziert.

Beim Bezahlen aufrunden

Die Anweisung an den Kellner, eine Summe aufzurunden (“Machen Sie 20!”), zeugt nicht von Weltgewandtheit. Auf jeder Rechnung steht der in Deutschland unbekannte Posten “coperto” (Service). Trinkgeld wird in Italien zwar meistens gerne entgegengenommen, der Gast sollte es aber als unauffällige Geste wie nebenher geben. Wer sich für gutes Essen und zuvorkommende Bedienung bedanken will, lässt beim Gehen ein paar Münzen auf dem Tisch liegen.

Immer noch ein Klassiker – die Socke zur Sandale

Kaum zu glauben, dass es ihn immer noch gibt – den deutschen Urlauber, der in Socken und Sandalen zu kurzer Hose über die Piazza della Signoria stapft und sich als Fleisch geworden Parodie auf Michelangelos legendären David fürs Urlaubsfoto in Pose wirft. Wer in einer italienischen Stadt unbedingt in kurzen Hosen herumlaufen will, trägt unter keinen Umständen Socken, sondern lässt wohlgepflegte untere Extremitäten stilvoll in Slipper abtauchen.

Deutsche in Italien(Foto: Stephane Rossignol)

Hüllenloses Sonnenbaden

Apropos Nacktheit: Gleichgültig ob am Strand von Rimini oder am Ufer des Arno – sich nackt in der Öffentlichkeit zu präsentieren, ist in Italien verboten. Mancherorts wird Baden “oben ohne” geduldet – allerdings umso seltener, je weiter es nach Süden geht.
So viel zur Fettnäpfchen-Vermeidung im Lande Michelangelos. Abschließend noch ein handfester Tipp: Wer ein günstiges Hotel in Florenz sucht, findet interessante Optionen auf der Übersichtseite “Florenz”. Frühzeitig zu buchen ist unbedingt empfehlenswert – vor allem für die Hauptreisezeit, wenn ab August nicht nur das nördliche Europa, sondern auch ganz Italien auf Urlaubsreise gehen.

deutsche in Italien (Foto: M. Bertulat)

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